5 TIPPS FÜR DEN ERFOLGREICHEN MARKENSCHUTZ


Was macht eine gute Marke aus?

Viele wichtige Grundsätze lassen sich nicht ohne weiteres aus dem Gesetz ableiten, sind aber dennoch wichtig für einen erfolgreichen Markenschutz.

Beachten Sie diese Tipps, um von Anfang an vielen Sorgen um Ihre Marke aus dem Weg zu gehen:


  1. Erschaffen Sie einen einzigartigen Namen: Ein unverwechselbarer Name ist eine der wertvollsten Eigenschaften für Ihre Marke. Finden Sie ein Wort oder eine Kombination aus Wörtern, die nicht alltäglich ist oder schon zuvor verwendet wurde. Seien Sie kreativ und erschaffen Sie Phantasiebegriffe oder Wortspiele. Vermeiden Sie beschreibende bzw allgemeingültige Begriffe. Die meisten berühmten Marken lassen keine Rückschlüsse auf dahinterstehende Produkte zu, sondern sind eigenständige kreative Namen. Aber Achtung: Eine scheinbar unverfängliche Wortschöpfung kann in einer anderen Sprache eine unerfreuliche Bedeutung haben. Recherchieren Sie daher vorab, ob das gewählte Zeichen in einer anderen Sprache (gegebenenfalls umgangssprachlich) verwendet wird.
  2. Wenden Sie die "KISS"-Formel an ("Keep it short and simple"): Ihre Marke sollte leicht zu lesen und auszusprechen sein. Menschen bauen leichter Vertrauen auf und bewerten eine Marke positiver, wenn sie diese leicht ausssprechen können. Vermeiden Sie daher komplizierte Schreibweisen und achten Sie darauf, dass die Marke gleich ausgesprochen wie geschrieben wird. Das erleichtert und fördert auch die Mundpropaganda bzw Weiterempfehlungen von zufriedenen Kunden. Vermeiden Sie Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen, vor allem längere Kombinationen, die schwer zu merken sind.
  3. Recherchieren Sie vorab: Möglicherweise bestehen ältere Markenrechte. Diese können einer Registrierung im Weg stehen. Dabei sind alle österreichischen Marken, Gemeinschaftsmarken und internationale Registrierungen relevant. Folgen können Widersprüche, Löschungsanträge oder auch "nur" (oft mit Kosten verbundene) Abmahnschreiben sein. Diese Risiken gilt es durch entsprechende Recherchen im Vorfeld einer Markenanmeldung zu erkennen, abzuschätzen und gegebenenfalls zu vermeiden. Ältere Unternehmenskennzeichen und Firmennamen können ebenfalls zum Problem werden. Namensgleiche Domains können auch Hinweise geben.
  4. Schützen Sie Ihre Marke auch in Zukunft: Auch nach erfolgreicher Registrierung lauern noch vielfältige Gefahren, die den Wert der Marke schmälern können. Empfehlenswert ist es daher, eine regelmäßige Markenüberwachung in Auftrag zu geben, die systematisch die relevanten Markenregister nach möglichen Kollisionsmarken durchsucht. Die Patent- und Markenämter recherchieren nämlich in aller Regel nicht selbst, sondern tragen bei Vorliegen der Eintragungsvoraussetzungen Marken auch trotz bestehender identischer Marken ein. Alleine der Anmelder ist für Vorab-Recherchen zuständig.
  5. Benutzen Sie Ihre Marke: In den ersten fünf Jahren nach der Eintragung hat die Nichtbenutzung einer Marke keine negative Folgen. Wird die Marke aber auch nach fünf Jahren nicht benutzt bzw nicht für alle Waren und Dienstleistungen für die sie angemeldet wurde, kann jeder beliebige Dritte einen Löschungsantrag stellen. Wenn die Benutzung nicht nachgewiesen werden kann, hat dies eine Löschung im Umfang der Nichtbenutzung zur Folge.